2019-09-01 // 12:14 Uhr // Heilbronn // Von Bärbel Kistner

Arbeiten auf Wolke sieben? Umgeben von Bergen an Aufgaben, häufig unter Zeitdruck und mit dem Wissen, dass am 6. Oktober alles vorbei ist? Willkommen im Buga-Team! Rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben dafür gesorgt – und tun es noch – dass die Bundesgartenschau läuft. Viele von ihnen arbeiten hinter den Kulissen, in der Geschäftsstelle an der Edisonstraße – und schaffen es nur selten aufs Gelände.

„Zeit für die Buga habe ich nur in meiner Freizeit“, sagt Sylvia Wiesner aus der Finanzabteilung, „ein total spannender Job“. Noch 36 Tage dauert die Schau, und sie ist „erschrocken, was sie noch nicht gesehen hat“, zum Beispiel den Landfrauengarten im Inzwischenland.

Wir-Gefühl der Buga-Familie

Velia Fischer aus der Veranstaltungsabteilung kennt das Areal bestens und ist jeden Tag von Neuem begeistert von ihrem Ausbildungsplatz. Ich gehe sehr gerne arbeiten“, sagt die 20-Jährige, auch wenn es mal zehn Tage am Stück sind. „Das Wir-Gefühl ist toll, wir sind wie eine Familie.“ Das schätzt auch Mireille Zipf vom Empfang. Langsam stellt sich die Wehmut: „Wie wird es ohne Buga sein?“

Svenja Bähker aus der Grafikabteilung hat nach wie vor so viel zu tun, dass für Kummer keine Zeit war. Die verbleibenden Tage will sie nutzen, um vor allem keine Blumenschau mehr zu verpassen. In Ruhe an einem Sommertag das Gelände genießen, das steht bei Ilona Weickum von der Stadtausstellung noch auf dem Programm. Nicht in festgefahrenen Strukturen zu arbeiten, das hat für sie die Buga zum Traumjob gemacht. Julia Probst, die das Ticketing mit verantwortet, ist begeistert, dass bei der Buga so viele junge Mitarbeiter eine Chance bekommen haben, sich zu beweisen.

Gartenschauen sind wie ein Virus

Silvio Haavemann und Uwe Spickermann sind Gartenschau-Profis, sie kennen sich aus mit Abschieden. „Gartenschauen machen ist ein Virus“, sagt Haavemann. Für ihn ist es das sechste Mal. Drei weitere hat er noch geplant. 2025, sofern seine Heimatstadt Rostock den Zuschlag erhält, will er dort sein Arbeitsleben beenden. Für Spickermann sind Gartenschauen „ein Lebensjob“. Die Zeit danach wird erstmal trist – bis zur nächsten Buga.