Beschäftigte der Stadt erhalten Zuschuss für die Buga-Dauerkarte

2019-03-05 // 17:19:00 Uhr // Heilbronn // Von Bärbel Kistner

Der Zuschuss gilt als Dankeschön der Verwaltung für den hohen Arbeitseinsatz der Rathausmitarbeiter in den vergangenen Jahren. Zugrunde liegt ein einstimmiger Beschluss des Verwaltungsausschusses.

Dürfen Beschäftigte der Stadtverwaltung umsonst die Bundesgartenschau besuchen? Mitnichten. „Niemand erhält eine kostenlose Dauerkarte, auch die Dezernenten nicht“, erklärt Rathaus-Sprecherin Claudia Küpper auf Stimme-Anfrage.

Stattdessen gewähre die Stadt Heilbronn allen Beschäftigten und Auszubildenden einen Zuschuss in Gutscheinform in Höhe von 30 Euro zum Erwerb einer Dauerkarte. Dafür müssen die Mitarbeiter einen Antrag stellen.

In den Genuss der Ermäßigung kommen alle, die bis zum Stichtag 1. Januar 2019 bei der Stadtverwaltung und den eigenen Unternehmen wie Theater und Entsorgungsbetriebe beschäftigt sind.

Bürgermeister zahlen selbst

Für Oberbürgermeister Harry Mergel und die drei Dezernenten gilt: Sie haben ihre Buga-Dauerkarten zum regulären Preis gekauft. Bis zum 16. April kostet das Ticket 110 Euro statt danach 125 Euro.

Finanzbürgermeister Martin Diepgen etwa hatte sich beim Start des Buga-Dauerkartenvorverkaufs am 17. April 2018 in die Schlange auf dem Kiliansplatz eingereiht. Den damals erworbenen Gutschein hat Diepgen inzwischen in seine personalisierte Dauerkarte im Scheckformat mit Foto eingetauscht.

874 Mitarbeiter haben einen Antrag gestellt

874 städtische Mitarbeiter haben Gutscheine für Dauerkarten beantragt, insgesamt 26.220 Euro kostet die Unterstützung also. Das Geld stammt aus Personalmitteln vom Personal- und Organisationsamt. Umstritten war die Ausgabe nicht.

Der Beschluss des Verwaltungsausschusses im Juni 2018 sei einstimmig gewesen, den rund 3000 Beschäftigten den Zuschuss anzubieten unter dem Stichwort „Anerkennung besonderer Leistungen“. Der Zuschuss sei als Dankeschön zu verstehen „für die extrem hohen Belastungen der letzten Jahre mit Buga, Flüchtlingskrise, Entwicklung des Hochschulstandorts und der Experimenta“, erläutert Küpper.

Betriebsausflug von Ulm zur Buga

Eine Umfrage unter einigen Buga-Sponsoren ergibt: Besuche der Mitarbeiter werden nicht in großem Stil unterstützt. „Es ist ein Engagement für Kunden“, heißt es etwa bei Pflanzen Kölle. Eine Ausnahme ist die Holzbaufirma Müller-Blaustein aus der Nähe von Ulm, die für die Buga den Leichtbau-Pavillon baut: Für 100 Mitarbeiter führt der Betriebsausflug Ende Juni zur Buga nach Heilbronn.

2019-03-08T15:57:53+01:00