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Die Buga im Fokus überregionaler Medien

2019-04-11 // 18:44:00 Uhr // Heilbronn // Von Bärbel Kistner

Heilbronner Bundesgartenschau lockt 80 Journalisten aus ganz Deutschland zur letzten Pressekonferenz vor der Eröffnung.

Die häufigste Frage, die Hanspeter Faas derzeit beantworten muss, lautet: „Werdet Ihr auch fertig?“ Die Antwort des Bundesgartenschau-Geschäftsführers ist ein kurzes und eindeutiges „Ja“. In den wenigen verbleibenden Tagen bis zur Eröffnung am kommenden Mittwoch werden Gärtner, Handwerker, Techniker und Hilfskräfte auf dem Gelände noch einige kleine Wunder vollbringen, damit tatsächlich alles fertig wird.

Bedeutung für Heilbronn

So viel Medienresonanz hat Heilbronn selten erlebt: Vor rund 80 Medienvertretern aus ganz Deutschland bekräftigen OB Harry Mergel und Innenminister Thomas Strobl bei der Pressekonferenz in der Alten Reederei die enorme Bedeutung der Buga für Heilbronn. Mergel erinnert an die Weitsicht des früheren Baubürgermeisters Ulrich Frey, auf dessen Initiative die Buga zurückgeht, und an die Verdienste seines Vorgängers Helmut Himmelsbach. Dieser habe die Gartenschau von Anfang an mit großer Leidenschaft verfolgt. Die Buga werde durch ihr einzigartiges Format als Stadtentwicklungsprojekt das überregionale Interesse an Heilbronn weiter befördern. Die Vielfalt gehe aber nicht zu Lasten der Gartenthemen: „Sie werden 100 Prozent Gartenschau bekommen“, verspricht Mergel den Besuchern.

Großprojekt mit Rückhalt

Thomas Strobl, der sich selbst als „bugabegeisterter Heilbronner“ sieht, bewertet die Gartenschau als einen Quantensprung für die Stadt. Auf dem Areal sei ein Juwel geschaffen worden, das motivierte Team habe „Großartiges“ geleistet. In der Stadt selbst spürt Strobl schon seit einigen Jahren eine Begeisterung und Aufbruchstimmung sowie ein neues Selbstbewusstsein der Heilbronner. „Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass ein Großprojekt so viel Rückhalt erfährt wie hier in Heilbronn.“ Für Baden-Württemberg sei die Buga ein Aushängeschild.

„Die Gartenschau zeigt sich so, wie ich mir das Land wünsche, kreativ, ambitioniert und und zukunftsweisend“, sagt Strobl. Das Land hat die Buga mit rund 60 Millionen Euro unterstützt. Er habe dem damaligen Ministerpräsidenten Günther Oettinger „seinen Buga-Traum“ präsentiert und die Zusage auf Fördermittel eingeholt, erinnert sich Strobl.

Nicht sechs Monate Gags

Das wichtigste Grundprinzip einer erfolgreichen Schau ist für Buga-Chef Faas der jeweils eigene Weg, den eine Stadt finden müsse. In Heilbronn habe man die Buga als Triebfeder für eine städtebauliche Entwicklung begriffen und nicht als einen „sechs Monate dauernden Gag“. Die Stadt werde sich dadurch langfristig verändern.

Optimismus bei Machern

Gleichwohl versichert auch Faas Besuchern „alle traditionellen Inhalte einer klassischen Gartenschau“. Gleichzeitig sei die Buga ein „Reallabor“, in dem gezeigt wird, was demografischer Wandel und Digitalisierung für die Zukunft unserer Städte bedeute. Dass während der Großveranstaltung 400 Menschen auf dem Gelände wohnen und zur Arbeit gehen, dass Gäste in der neuen Jugendherberge übernachten, dass Behinderte und Nichtbehinderte gemeinsam arbeiten, ist auch für die Buga-Macher ein spannendes Experiment: „Wir wissen noch nicht genau, wie das funktioniert“, betont Faas. Nicht nur die rekordverdächtigen 50 000 abgesetzten Dauerkarten sind für Faas Grund für Optimismus: „Gartenschauen in Weinbauregionen sind immer erfolgreich.“

Gartenwelten

Blumen- und Pflanzenfreunde sollen bei der Buga nicht zu kurz kommen, versprechen die Macher. Auf dem 40 Hektar großen Gelände wurden 1000 Bäume neu gepflanzt, eine Million Blumenzwiebeln gesteckt, 250 000 Pflanzen für den Wechselflor kultiviert, 100 000 Stauden und 5000 Rosenstöcke in die Erde gebracht. 18 Gartenkabinette laden als Stätten der Begegnung zum Entdecken und Erholen ein, es gibt sechs Regionengärten und die Sommerinsel aus grünen Rasenwellen und dazu 5000 Veranstaltungen von Kultur bis Sport und Information.

2019-04-12T10:06:16+02:00