2019-09-27 // 11:29 Uhr // Heilbronn // Von Bärbel Kistner

Sport im Campuspark war ein Renner. Mehr als 8500 Teilnehmer haben sich in den Kursen fit gemacht.

Buga-Geschäftsführer Hanspeter Faas gehörte zu den Skeptikern, als Eva Schmierer im Vorfeld ihre Ideen für Sport im Park präsentierte. Ein so umfangreiches Angebot hatte es bei einer Bundesgartenschau bis dahin noch nie gegeben.

Doch die ehemalige Fechterin und Mitarbeiterin der Buga-Eventabteilung war sich sicher: Sport auf der Buga funktioniert! Die 29-Jährige sollte recht behalten. Die meisten Kurse, 15 sind es pro Woche, sind der Renner. Im Schnitt kommen 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Zusammengerechnet sind es 8500 Sportler, die in den vergangenen 24 Wochen mit Begeisterung dabei waren.

Kurse für alle

Eva Schmierer hat einen verlässlichen Stundenplan entwickelt. „Dabei war es mir wichtig, für jede Zielgruppe etwas dabei zu haben.“ An jedem Werktag in der Woche gibt es mindestens zwei feste Termine: morgens um 10 Uhr und am Abend um 18 Uhr. Sonntags ist Beginn um 13 Uhr.

„Einige Trainer hatten sogar von sich aus angefragt, ob sie Sport auf der Buga anbieten können“, erzählt die ehemalige Leistungssportlerin. Die Trainer hätten erkannt, dass sie die Buga auch als Plattform nutzen können, um sich für sich selber und ihr Angebot zu werben: ob Sporthalle Massenbachhausen, AOK oder Sporttherapeuten. Die meisten Trainer erhalten eine Aufwandsentschädigung. Intersport ist ohnehin Kooperationspartner der Buga.

Zen lockt 1000 zur Meditation

Ausschließlich ehrenamtlich engagieren sich dagegen die beiden Heilbronner Zen-Gruppen. Deren Mitglieder haben es geschafft, auf der Buga drei Meditations-Stunden wöchentlich sowie fünf Extra-Terminen an Samstagen anzubieten. Das habe das sonst überwiegend an den sportlich Aktiven ausgerichtete Angebot um Entspannungseinheiten ergänzt. Bis jetzt waren 1000 Teilnehmer bei den intensiven Zen-Meditationen dabei, die in einem Raum in der Jugendherberge stattfinden.

„Das Engagement ist alles andere als selbstverständlich“, freut sich Eva Schmierer. Trainerinnen wie Sonia Battista Fleckenstein mit Zubrasil-Fitness oder Melanie Schreiber mit Strong-by-Zumba haben auf Urlaub während der Buga verzichtet. Zur Freude der Sportbegeisterten: Bei den besonders gefragten Kursen rollten 40 bis 50 Teilnehmer die von der Buga zur Verfügung gestellten Matten im Park aus.

Vielleicht geht es weiter

Der Campuspark, in dem ein Großteil der Kurse läuft, erweist sich als Glücksfall. Die mächtigen Platanen und Kastanien spenden Schatten in der Sommerhitze oder bieten aktuell Schutz vor Nieselregen. Eigens wurde eine Holzbühne für die Trainer installiert. „Der Campuspark ist zudem ein geschützter Raum. Die Sportler fühlen sich nicht beobachtet“, sagt Eva Schmierer. Dutzende Mails sind inzwischen bei ihr eingetroffen, mit dem Tenor: „Wir wollen nach der Buga weitermachen.“ Die Fachfrau hofft, dass der Campuspark 2020 ein Sportreffpunkt für Jedermann bleiben wird.