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Im Campuspark entstehen drei Gradierwerke

2019-01-25 // 16:40:00 Uhr // Heilbronn // Von Joachim Friedl

Die Salzstädte Bad Rappenau, Bad Wimpfen und Bad Friedrichshall engagieren sich mit drei kleinen Gradierwerken auf der Bundesgartenschau. Sie werden dauerhaft im Campuspark beim Europaplatz stehen.

Die Salzstädte Bad Rappenau, Bad Wimpfen und Bad Friedrichshall realisieren gemeinsam mit der Bundesgartenschau GmbH auf dem Campuspark am Europaplatz drei kleine Gradierwerke. Sie sind Bestandteil des hier entstehenden Sportpunktes, ein öffentlicher Trainingsort für die Studierenden des benachbarten Universitätscampus und die Öffentlichkeit.

Am Freitag machten sich die Verantwortlichen des Projekts, unter anderem die Bürgermeister Claus Brechter (Bad Wimpfen) und Timo Frey (Bad Friedrichshall), ein Bild von den Bauarbeiten.

1500 Bündel mit Schwarzdornästen liegen bereit

Wolfgang Keucher sägt bei frostigen Temperaturen ein Stück Lärchenholz für das Gerüst zurecht: „Dieses Holz kommt gut mit der Feuchtigkeit klar“, sagt der Gradierwerkbauer von der Firma Weise und Partner aus der Nähe von Weimar.

In seiner unmittelbaren Nähe liegen aufgetürmt 1500 Bündel mit dünnen Schwarzdornästen. „Sie stammen aus Polen, da der Schwarzdorn oder auch Schlehe genannt, seit Ende der 1980er Jahre in Deutschland unter Naturschutz steht“, erklärt Keucher. Der Schwarzdorn komme gut mit der Sole zurecht.

Kommunen und Buga GmbH investieren 90.000 Euro

Mit der Inbetriebnahme der drei Gradierwerke, die nach der Buga als Dauereinrichtung stehen bleiben, werden je Stunde 600 bis 700 Liter fünfprozentige Sole über das Reisig rieseln. Die Kosten für die Anlage belaufen sich auf rund 90.000 Euro. Die drei Salzstädte übernehmen jeweils 10 000 Euro, den Rest finanziert die Buga GmbH. In der Nachbuga-Zeit übernimmt Heilbronn die Unterhaltungskosten.

Gesundheit und Unterhaltung im Mittelpunkt

„Das Gradierwerk ist eine gute Möglichkeit, dass Besucher der Buga Sole erleben, sie riechen, schmecken und fühlen“, betont Dieter Wohlschlegel. Nach den Worten des Geschäftsführers der BTB Bad Rappenau Touristikbetriebs GmbH steht aber nicht nur die Gesundheit im Mittelpunkt, sondern auch die Unterhaltung: „An zehn Terminen gibt es während der Buga an den Gradierwerken Informationen, Musik und Führungen.“

„Der Beitrag passt gut in den Campuspark mit seiner Leitidee Durchatmen und Bewegung“, lobt Oliver Toellner, Leiter Planung und Ausstellungskonzeption bei der Buga, das Engagement der drei Städte. Denn er weiß: „Ein Sportpunkt im Park, kombiniert mit Wellness, ist in dieser Form einzigartig.“

Gesundheitsaspekte

Durch die herabrieselnde Sole wird die Luft in der Nähe eines Gradierwerks mit Soletröpfchen und Salzpartikeln angereichert. Dies wirkt sich wie bei Seeluft bei Pollenallergikern und Asthmatikern positiv aus. Durch das Einatmen salzhaltiger Luft werden die Atemwege befeuchtet und so die Atmung positiv beeinflusst. Des Weiteren besitzen die Salzkristalle eine sekretlösende Wirkung, reinigen die Atemwege und lassen die Schleimhäute abschwellen. Das einzig große Gradierwerk in der Region Heilbronn-Franken steht seit 2008 in Bad Rappenau. 

2019-01-29T11:57:07+02:00