Mit dem Land bei der Buga auf Entdeckungsreise

2019-03-14 // 06:04:00 Uhr // Heilbronn // Von Joachim Friedl

Auf der Bundesgartenschau finden im Treffpunkt Baden-Württemberg mehr als 200 Veranstaltungen statt. Die Buga wird am 17. April eröfffnet und dauert 173 Tage.

Baden-Württemberg will sich Besuchern bei der Bundesgartenschau in Heilbronn, die am 17. April von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet wird, als modernes, innovatives und attraktives Bundesland präsentieren.

Im Treffpunkt Baden-Württemberg, der an drei Standorten auf dem Buga-Gelände verortet ist, zeigt das Land 34 Wechselausstellungen zu sieben Leitthemen wie Bildung und Kunst, Digitalisierung, Mobilität und Nachhaltigkeit.

Bunter Mix an Themen

Ergänzt werden diese Angebote durch einen bunten Mix an Thementagen wie „Schmeck den Süden“ oder „Gutes Essen ohne Reste“, Vorträgen, Mitmachaktionen sowie einer Vielzahl an reizvollen Konzerten. Treffpunktleiterin Sylvie Kostic spricht von „mehr als 200 Events“.

Baden-Württemberg gibt für die Bespielung ihres Treffpunkts 700 000 Euro aus. Insgesamt finden an den 173 Buga-Tagen auf dem 40 Hektar großen Gelände rund 5000 Veranstaltungen statt. Buga-Geschäftsführer Hanspeter Faas: „Es gibt keinen Tag ohne Programm.“

Mit den Besuchern ins Gespräch kommen

„Die Bundesgartenschau in Heilbronn stellt für Baden-Württemberg die einmalige Gelegenheit dar, sich einem breiten Publikum als Land mit zukunftsweisenden Ideen und Themen zu präsentieren“, sagte gestern in Heilbronn Friedlinde Gurr-Hirsch. Wichtig ist der Staatssekretärin im Minister

ium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz und CDU-Landtagsabgeordneten, dass der Treffpunkt zu einer Plattform der Kommunikation wird: „Wir wollen mit den Besuchern ins Gespräch kommen.“ Auch weil Themen wie Ressourceneffizienz und innovatives Bauen eng mit der Bundesgartenschau verzahnt seien: „Die Buga, die nach 42 Jahren wieder in Baden-Württemberg zu Gast ist, ist ein wertvoller Impulsgeber“, sagte Gurr-Hirsch.

An den Kosten in Höhe von 144 Millionen Euro für bleibende Maßnahmen wie öffentliche Daueranlagen und die übergeordnete Infrastruktur beteiligt sich das Land mit 61 Millionen Euro: „Ohne diese Förderung gäbe es die Bundesgartenschau in Heilbronn nicht“, betonte Buga-Geschäftsführer Hanspeter Faas. Für temporäre Ausstellungsbereiche, gärtnerische Ausstellungen, Betrieb und Personal sind 44,5 Millionen Euro veranschlagt.

Fruchtschuppen wird nach der Buga abgerissen

Hauptort des Treffpunkts Baden-Württemberg ist der Fruchtschuppen. In der ehemaligen Stückguthalle der Bahn findet das Gros der wechselnden Ausstellungen statt. Neben dem Land sind hier noch Gastronomie, Blumenpräsentationen und der SWR angesiedelt. „Nach der Bundesgartenschau wird der Fruchtschuppen wie geplant abgebrochen“, sagte gestern Buga-Planer Oliver Toellner. Die in die Halle getätigten Investitionen seien vergleichbar mit der Miete eines Veranstaltungzeltes, ergänzte Buga-Chef Hanspeter Faas.

Präsent ist Baden-Württemberg darüber hinaus in den beiden modernen Pavillons aus Holz beziehungsweise Verbundstoff aus Kohle- und Glasfasern, die derzeit auf der Sommerinsel entstehen. „Mit 2,5 Millionen Euro fördert das Land diese Kombination aus Natur und Hightech, Tradition und Moderne“, unterstrich Staatssekretärin Gurr-Hirsch ein weiteres finanzielles Engagement des Landes. Ihr Fazit: „Wir bieten Besuchern im Treffpunkt viele wertvolle Beiträge.“

Vielfältiges Veranstaltungs- und Kulturprogramm

Ein Höhepunkt der jeweils zweiwöchigen Wechselausstellungen im Treffpunkt Baden-Württemberg ist die Schau „Architektur an besonderen Orten“. Wie Treffpunktleiterin Sylvie Kostic sagte, präsentiert die Initiative der Heidelberger Schlossgespräche vom 17. bis 28. April 16 internationale Architekten. Insgesamt werden in der Buga-Zeit 34 Ausstellungen gezeigt.

Bei den Konzerten reicht die Bandbreite von exotischer Musik, Folk, Flamenco, Country und Gypsy Swing bis zu fetzigen Schlagern der 1920er und 1930er Jahre. 

2019-03-14T13:38:49+01:00