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Neue Rose nach dem Käthchen benannt

2019-06-10 // 13:30 Uhr // Heilbronn // Von Marie-Luise Schächtele

Heilbronn hat jetzt eine eigene Rose. Am Samstag wurde im Duftgarten auf der Buga eine neue Edelrose getauft: auf den Namen „Käthchen von Heilbronn“. Und was wird aus dem Rosengarten, wenn du Buga vorbei ist?

Eine neue Rosenzüchtung trägt jetzt den Namen Käthchen von Heilbronn. Im Beisein zahlreicher Gäste haben Käthchen Denise Fohr, Gärtner Klaus Kölle, Rosenzüchter Reinhard Noack und der Leiter des Grünflächenamts Heilbronn, Hans-Peter Barz, in Kölles Duftrosengarten auf der Buga eine Edelrose getauft.

„Die Rose ist gesund und sie duftet“, sagt Klaus Kölle. Er hofft, dass sie dadurch lange erhalten bleibe. Außerdem habe ihn ihre schöne Farbe überzeugt, sagt der Seniorchef des Heilbronner Gartencenters Pflanzen Kölle. Für Experten ist es ein changierendes Orange, Laien würden wohl eher Rosa dazu sagen. „Wir haben uns von den fünf großen Rosenzüchtern Sorten schicken lassen und sie getestet“, erklärt Kölle. Die Rose eines Familienbetriebs aus Gütersloh sei aus dem Prozess als Gewinnerin hervorgegangen.

Acht bis zehn Jahre braucht eine Rosenneuheit

Reinhard Noack ist stolz, dass die Wahl auf ihre Züchtung fiel. „Acht bis zehn Jahre braucht eine Rosenneuheit“, erklärt er. Man müsse Idealist sein, um die lange Zeit durchzuhalten. Die Spreu vom Weizen zu trennen, sei wesentlich. Man müsse als Züchter eine „Negativselektion“ vornehmen, um das Beste aus den Neuheiten herauszubekommen. „Pro Jahr nehmen wir etwa 5000 bis 10.000 Kreuzungen vor“, sagt er. Jede einzelne Blüte werde von Hand bestäubt.

Schon Noacks Vater war Rosenzüchter. Von Kind auf hat Noack von ihm Kenntnisse erworben und die Aufzucht gelernt. Auch sein Sohn ist mittlerweile in den Betrieb eingestiegen. Den westfälischen Züchtern gelingt es, für ein bis drei Neuheiten pro Jahr eine ADR-Lizenz (Allgemeine Deutsche Rosenneuheitsprüfung) zu erhalten.

Rosenzüchtungen sind ein mühseliges Handwerk

Klaus Kölle hat angekündigt, die Rosen des Buga-Gartens den Heilbronner Bürgern zu schenken. Dass der Duftrosengarten nahe der Sparkassen-Bühne für die geplante Bebauung des Geländes weichen muss, bedauert er. „Das meiste bleibt erhalten“, wenn im Bereich gebaut werde, stellt Hans-Peter Barz fest. Auch der Rosengarten sollte ursprünglich zur Erbauung der Bevölkerung bestehen bleiben. Doch beschlossen wurde jetzt, dass die Rosen am Ende des Jahres in den Pfühlpark umziehen müssen. Dort soll der Duftrosengarten nach der Buga wieder aufgebaut werden.

Klaus Kölle hofft, dass der Garten „eins zu eins“ umgesetzt werde. „Mit viel Herzblut haben unsere Gärtner den Garten angelegt“, sagt er. Inmitten des Duftgartens befindet sich auch die frisch getaufte Rose. Der Garten solle Spiegelbild für 200 Jahre gärtnerisches Wissen und Tradition sein, so Kölle. Alle 14 Tage würden die Pflanzen daher vorbeugend mit Biodünger behandelt.

2019-06-11T09:49:47+02:00