2019-10-07 // 11:17 Uhr // Heilbronn // Von Marie-Luise Schächtele

Auch in Öhringen und Künzelsau blicken viele Bürger mit Wehmut auf das Ende des Heilbronner Sommer-Höhepunkts. Ein paar Kritikpunkte gibt es aber auch.

Obwohl sie nicht in Heilbronn wohnt, hat Sibylle Siemsen (60) die Bundesgartenschau in der Nähe besucht: „Ich finde es schade, dass sie nun zu Ende ist“, sagt sie. Kein Wunder: Denn ganze zwei Mal pro Woche sei sie dort gewesen. Es entstehe ein kleines Loch. „Zwei Stunden Buga war wie ein ganzer Urlaub.“ Ein Höhepunkt? Das Konzert des Jimi-Hendrix-Imitators Randy Hansen.

„Das Personal war sehr freundlich und alles gut organisiert“, zieht sie ihr Resümee. Nun hofft Siemsen, dass nach dem Ende des Sommer-Events ein Teil erhalten bleibt: etwa der Karlssee und das Integrationscafé.

Erwin Knodel hatte eine Dauerkarte 

Auch Erwin Knodel ging mit Dauerkarte zum Garten-Event. „Acht- bis zehnmal war ich da“, sagt der Öhringer Rentner − der ursprünglich Heilbronner ist. Am besten hätten ihm die Wasserspiele gefallen. „Es war wirklich sauber“, lobt er. Aber: „Auf der Landesgartenschau in Öhringen konnte man länger durchlaufen.“ Der 76-Jährige hatte seinerzeit dort ehrenamtlich mitgeholfen. Auch Getränke und Essen fand er in Heilbronn zu teuer.

 

Die Künzelsauerin Elisabeth Buss (61) indes bedauert, dass sie die Gartenschau nicht besuchen konnte. „Ich wäre so gerne hin, habe aber keine Zeit gehabt.“ Dabei habe sie nur Gutes gehört. „Ich war auch bei den Landesgartenschauen in Schwäbisch Gmünd und Öhringen“, sagt sie. „Beide haben mir gut gefallen.“ Obwohl die Buga ein halbes Jahr gedauert hat, sei sie nun auch schnell vorbeigegangen, findet sie.

Klaus Schrameyer beeindruckte die gesamte Gestaltung 

„Die Buga hat mir super gefallen“, sagt der 72-jährige Klaus Schrameyer. „Die gesamte Gestaltung, das Gärtnerische und das Naturnahe“ habe ihn beeindruckt. Immer mit Kamera und großem Objektiv bewaffnet, ging der Öhringer Rentner sehr häufig auf das Gelände, um dort Insekten abzulichten. „Das Blütenangebot war vielfältig“ − und speziell die Pflanzen aus dem südeuropäischen Raum hätten ihn beeindruckt, berichtet Schrameyer.

„Ich war mit meiner Dauerkarte damals sehr oft bei der Laga“, sagt Martin Grabert (41)aus Öhringen. An die Veranstaltungen in der Cappelaue erinnere er sich gerne. Aber auf die Buga habe er es nicht geschafft. „Ich hatte keine Zeit.“

Vladlena Schneider (25) aus Schöntal hatte zwar von Bekannten gehört, dass die Buga toll sei. Doch der Auszubildenden war der Weg bis nach Heilbronn extra für den Buga-Besuch dann doch zu weit.

Karin Körn fehlten schattige Plätze 

„Mir hat die Gartenschau nicht gefallen“, sagt Rentnerin Karin Körn (68). „Es hat nicht so viel geblüht.“ Sie sei recht zu Anfang dort gewesen − es folgte kein weiteres Mal. Die Wege seien lang gewesen, und es habe nur wenige schattige Plätze gegeben. Auch lange Schlangen habe sie erlebt. „Wir haben aber einen wunderschönen Abschluss in der Alten Reederei gehabt.“

Der 20 Jahre alte Student Eric Schejnoha aus Künzelsau indessen begründet die Tatsache, dass er die Bundesgartenschau nicht besucht hat, so: „Das ist wohl eher etwas für Leute, die sich für Gärten interessieren.“