2019-09-08 // 20:54 Uhr // Heilbronn // Von Christian Gleichauf

Es ist eine einzige große Regenschirmparade, die am Sonntagnachmittag über die Buga zieht. Mehr als 20 000 Besucher nutzen die Gelegenheit, am SWR-Familientag ein abwechslungsreiches Programm auf den Bühnen und an den Ständen zu verfolgen und manchen Publikumsliebling live zu erleben.

Heimspiel für Stephanie Haiber

Zu diesen Publikumslieblingen gehört auch Stephanie Haiber. Für die aus Untergruppenbach stammende SWR-Moderatorin ist es ein Heimspiel. „Man bildet sich ein, dass man das Publikum kennt, was so natürlich nicht stimmt“, sagt die 46-Jährige. „Aber ich habe das Gefühl, dass mich die Heilbronner immer besonders herzlich aufnehmen.“ Da lässt sie es sich auch nicht nehmen, bei kühlen Temperaturen von um die 14 Grad den Besuchern im Sommerkleid entgegenzutreten.

Im Autogrammzelt trifft sie auf Harald Zimmermann, der ihr erzählt, dass er als Fahrer des Landrats vor vielen Jahren auch ihren Vater, den damaligen Untergruppenbacher Bürgermeister, kennenlernen durfte. Angeregt unterhalten sich die zwei eine ganze Weile, und erfreut nimmt der 72-Jährige dann eine Autogrammkarte mit.

Im Gläsernen Studio bei der Arbeit

Es ist für viele Besucher etwas Besonderes, hier Menschen aus Funk und Fernsehen ganz nah zu erleben. Im gläsernen Studio ist gerade der Spaßvogel Guido Cantz zu Gast. Den blonden Fernsehstar erkennt man natürlich sofort. Doch Kerstin Hornung und Antje Brauer aus Bad Rappenau rätseln, woher sie den SWR-Moderator kennen. SWR4-Redaktionsleiter Tim Bekendorf hilft weiter: Es ist Michael Saunders, den die zwei Frauen wohl schon im Fernsehen gesehen haben. „Das hab ich doch gedacht, Radiomoderatoren kennt man sonst ja nicht“, freut sich Kerstin Hornung.

Für die Moderatoren ist es keine alltägliche Situation, inmitten von so viel Trubel live zu moderieren. „Michael Saunders weiß heute Abend, was er die fünf Stunden getan hat“, ist sich Tim Bekendorf sicher. Doch auch wenn der eine oder andere Kollege Respekt vor der Situation habe – „hinterher sind alle begeistert“.

Guido Cantz hat Karl ins Herz geschlossen

Als Guido Cantz das Studio verlässt, schaffen es die zwei Frauen aus Bad Rappenau sogar, sich mit ihm fotografieren zu lassen. Cantz selbst hat einen straffen Terminkalender, muss noch auf die Showbühne. Von der Buga, das räumt er ein, habe er noch nicht viel gesehen. „Aber den Karl habe ich kennengelernt, den finde ich toll“, sagt der Verstehen-Sie-Spaß-Moderator.

Bereits um die Mittagszeit dürfen 20 Gewinner des „Meet & Greet“ hinter die Kulissen des SWR schauen. Mit Christoph Sonntag gehen sie in den abgesperrten Bereich neben der Sparkassenbühne. „Damit wir in Ruhe miteinander reden können“, wie Redakteur Stephen Zierhut sagt. Denn auf dem offenen Gelände wird ein bekannter Comedian wie Sonntag natürlich ständig angesprochen. Jetzt will er sich Zeit für die Gewinner nehmen, die aus ganz Baden-Württemberg kommen.

Mit dabei sind auch Elisabeth Schäfer aus Wüstenrot und ihre Schwester Angelika Brückner. Sie wurden beim Preisausschreiben der Heilbronner Stimme gezogen. „Er ist halt einer von uns, mit dem kann man schwäbisch schwätze“, freut sich Elisabeth Schäfer über das Treffen.

Bei diesem Wetter bleibt auch Zeit fürs Gespräch

Am Abend steht auch für Ulrike Hagenbuch fest, dass der Tag als großer Erfolg verbucht werden kann. „Ja, das Wetter hätte schöner sein können“, sagt die Leiterin des SWR-Studios Heilbronn. Aber das Gelände sei gut gefüllt, aber nicht überfüllt gewesen. „So blieb uns Zeit für viele gute Gespräche und wir konnten zeigen, wie wir arbeiten.“

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In zahlreichen Zelten informierte der SWR über seine Arbeit. Einer der Magneten war das Marktcheck-Zelt, wo Besucher fünf verschiedene Sorten Salzbrezelchen testen durften. Jeder durfte abstimmen, welche der Brezeln am besten schmeckt. „An die 600 haben schon teilgenommen“, erzählt Marktcheck-Redakteurin Barbara Hirl. „Wir werden quasi überrannt.“ Die Ergebnisse sollen dann ausgewertet in Marktcheck vorgestellt werden. So viel kann Hirl schon einmal verraten: „Ein Discounter- und ein Markenprodukt liegen vorn.“

Etwas weiter erläutert Technik-Experte Stefan Rettner, auf welchem Weg man digitales Fernsehen und Radio am besten empfangen kann. Und gleich daneben dürfen sich große und kleine Besucher als Sportkommentatoren versuchen. Gar nicht so einfach, wenn alle zuschauen. Für Emilian Thut aus Brackenheim aber gar kein Problem. „Toor“, ruft der Achtjähige laut, „Tor Bebou!“ Seine Mutter Nadja Thut ist nicht überrascht. „Er schaut sich jedes Spiel an, weiß alles auswendig.“